Hot Tub Elektroheizung als Frostschutz

3kW-Elektroheizung als Frostschutz: Die ehrliche Wahrheit über Leistung und Grenzen

Die 3kW-Elektroheizung kann Ihren Hot Tub nicht im Winter aufheizen – aber sie ist der perfekte Frostschutz. Hier die ehrliche Erklärung, wann sie funktioniert und warum sie beim Baden an ihre Grenzen stößt. Mit Zahlen, Fakten und klaren Empfehlungen.

Hot Tub Wasserpflege: Der ultimative Ratgeber für kristallklares Wasser Du liest 3kW-Elektroheizung als Frostschutz: Die ehrliche Wahrheit über Leistung und Grenzen 38 Minuten

Warum die Elektroheizung den Hot Tub im Winter nicht warm bekommt – und was sie stattdessen kann

Es ist Freitagabend, kurz nach 18 Uhr. Die Arbeitswoche ist geschafft, draußen dämmert es bereits. Sie schauen durch die Terrassentür in Ihren Garten – dort steht er, Ihr Hot Tub.

Seit heute Mittag läuft die Elektroheizung.

Das Display sollte längst 38 Grad zeigen.

Genug für einen entspannten Abend unter dem Sternenhimmel, vielleicht mit einem Bier in der Hand.

Aber das Thermometer zeigt 28 Grad. Oder schlimmer: 26.

Sie überprüfen die Sicherung. Alles in Ordnung. Sie fassen ins Wasser – lauwarm, mehr nicht. Die Heizung brummt, die Kontrollleuchte leuchtet grün. Kein Defekt. Und trotzdem: Das Wasser wird einfach nicht warm.

Draußen sind es 5 Grad. Ein klarer, kalter Novemberabend. Genau die Art von Wetter, für die Sie sich den Hot Tub eigentlich gekauft haben.


Sie sind nicht allein – und es ist kein Defekt

Diese Situation kennen wir. Jedes Jahr, sobald der erste Frost kommt, erreichen uns genau diese Anfragen: "Die Elektroheizung heizt nicht mehr richtig. Ist sie kaputt?"

Die Antwort ist so frustrierend wie ehrlich: Nein, sie ist nicht kaputt. Sie tut genau das, was sie physikalisch kann – und das ist im Winter verdammt wenig.

Das hat nichts mit der Qualität der Heizung zu tun. Es hat auch nichts mit Ihrem Hot Tub zu tun. Es ist schlicht und einfach Physik. Die harte, unbestechliche Art von Physik, gegen die auch die beste Technik nicht ankommt.

Aber – und das ist die gute Nachricht – wenn Sie verstehen, warum die 3kW-Elektroheizung im Winter kapituliert, wissen Sie auch, wofür sie gemacht ist. Und dann wird aus dem vermeintlichen "Schwächling" ein verdammt nützliches Werkzeug.


Was Sie in diesem Artikel erfahren

Ich könnte Ihnen jetzt erzählen, dass die Elektroheizung "völlig ausreicht" – aber das wäre gelogen. Stattdessen erkläre ich Ihnen als Handwerker zu Handwerker, was hier wirklich passiert:

  • Warum 3 Kilowatt Heizleistung im Winter gegen die Kälte verlieren (mit Zahlen, die Sie nachvollziehen können)
  • Was die Elektroheizung realistisch kann – und was nicht (ohne Schönfärberei)
  • Wie Sie Holzofen und Elektroheizung clever kombinieren (die Hybrid-Strategie, die 80% unserer Kunden nutzen)
  • Wann sich eine Elektroheizung wirklich lohnt (Spoiler: Als Frostschutz ist sie Gold wert)

Am Ende dieses Artikels wissen Sie genau, ob eine 3kW-Elektroheizung für Ihre Situation passt – oder ob Sie eine andere Lösung brauchen.

Keine Verkaufssprüche. Keine falschen Versprechungen. Nur die Fakten, die Sie brauchen, um die richtige Entscheidung zu treffen.

Fangen wir an.


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Der Eimer mit den Löchern: So funktioniert Wärme im Hot Tub

Vergessen Sie für einen Moment alle technischen Datenblätter. Stellen Sie sich stattdessen Folgendes vor:

Ihr Hot Tub ist ein Eimer. Ein großer Eimer mit 1.600 Litern Wasser. Und dieser Eimer hat Löcher.

Die Heizung ist der Wasserhahn, der oben Wasser nachfüllt. Die Löcher im Boden und an den Seiten lassen Wasser ablaufen. Ihre einzige Aufgabe: Den Wasserstand halten – oder besser noch, ihn erhöhen.

Klingt einfach, oder?

Jetzt drehen wir an ein paar Stellschrauben:

  • Die Löcher werden größer, je kälter es draußen ist
  • Der Wasserhahn bleibt gleich dünn (Ihre 3kW-Heizung)
  • Der Eimer ist riesig (1.600 Liter = 1,6 Tonnen Wasser)

Und plötzlich wird aus einem einfachen Problem ein Kampf, den Sie nicht gewinnen können.

Willkommen in der Realität der Thermodynamik.


Die drei Spieler in diesem Spiel

Damit Sie verstehen, warum die Elektroheizung im Winter an ihre Grenzen stößt, müssen wir drei Faktoren kennen. Alle drei arbeiten gegeneinander – und einer davon ist der absolute Killer.


Spieler 1: Die Masse – Warum Wasser so träge ist

Wasser ist ein fantastischer Wärmespeicher. Das ist gut, wenn Sie wollen, dass Ihr Hot Tub abends noch warm ist. Das ist schlecht, wenn Sie ihn aufheizen wollen.

Die Zahl, die Sie kennen müssen: 1,16 Wattstunden pro Kilogramm und Grad.

Das bedeutet: Um 1 Kilogramm Wasser um 1 Grad Celsius zu erwärmen, brauchen Sie 1,16 Wattstunden Energie. Das ist eine Naturkonstante. Da können Sie nichts dran ändern.

Ihr Hot Tub hat 1.600 Liter Wasser. Das sind 1.600 Kilogramm. Fast zwei Tonnen.

Rechenbeispiel: Um diese 1.600 Liter um nur 1°C zu erwärmen:

  • 1.600 kg × 1,16 Wh = 1.856 Wattstunden = 1,86 kWh

Das ist mehr als ein Wasserkocher verbraucht, um 10 Mal Wasser zu kochen.

Und jetzt kommt der Clou: Ihre 3kW-Heizung liefert 3 Kilowattstunden pro Stunde. Das heißt, rein rechnerisch – in einer perfekten Welt ohne Wärmeverlust – würde sie das Wasser um 1,6°C pro Stunde erwärmen.

Das klingt doch gar nicht so schlecht, oder?

Hier kommt Spieler 2 ins Spiel.


Spieler 2: Der Temperaturunterschied – Der Druck zum Verlust

Wärme ist faul. Sie will immer nur eins: Sich ausgleichen. Von warm zu kalt wandern, bis alles die gleiche Temperatur hat. Das ist der zweite Hauptsatz der Thermodynamik, und er ist gnadenlos.

Je größer der Temperaturunterschied, desto stärker der Drang.

Ein Beispiel:

  • Ihr Wasser: 30°C
  • Die Luft draußen: 5°C
  • Unterschied: 25 Grad

Das ist, als würden Sie einen heißen Topf auf eine Eisplatte stellen. Der Topf will abkühlen. Und er tut es. Permanent.

Der Hot Tub verliert Wärme über drei Wege:

  1. Transmission (durch die Wände und den Boden)

    • Holz isoliert ganz okay, aber es ist kein Styropor
    • Verlust: gering bis mittel (ca. 200-400 Watt bei geschlossenem Deckel)
  2. Konvektion (der Wind weht über das Wasser)

    • Je stärker der Wind, desto mehr Wärme wird "weggetragen"
    • Verlust: mittel (ca. 300-600 Watt, steigt mit Windgeschwindigkeit)
  3. Verdunstung (Wasser wird zu Dampf)

    • Das ist der Killer. Und er ist brutal.


Spieler 3: Die Verdunstung – Der unsichtbare Energie-Fresser

Hier wird's physikalisch – aber bleiben Sie bei mir, es lohnt sich.

Wenn Wasser verdunstet, nimmt es Energie mit. Viel Energie.

Um 1 Liter Wasser von flüssig zu Dampf zu verwandeln, brauchen Sie 627 Wattstunden. Das ist die sogenannte Verdampfungswärme. Das ist 340 Mal mehr Energie, als Sie brauchen, um Wasser um 1 Grad zu erwärmen.

Lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen: 340 Mal mehr.

Das ist der Grund, warum Sie schwitzen, wenn Ihnen heiß ist. Der Schweiß verdunstet und kühlt Ihre Haut – weil er der Haut Energie entzieht.

Und genau das passiert an der Wasseroberfläche Ihres Hot Tubs.

Wenn der Deckel offen ist:

  • Warmes Wasser (30°C) trifft auf kalte Luft (5°C)
  • Die Luft über dem Wasser ist relativ trocken (Wintertage haben meist niedrige Luftfeuchtigkeit)
  • Ständig verdunstet Wasser – und zieht dabei Unmengen an Energie aus dem restlichen Wasser

Die Zahlen: Ein Hot Tub mit ca. 2 Metern Durchmesser hat eine Oberfläche von etwa 3,14 Quadratmetern.

Bei einer Wassertemperatur von 30°C und Außentemperatur von 5°C (25 Grad Differenz) verliert diese Fläche durch Verdunstung:

  • Ca. 800 Watt pro Quadratmeter (Faustformel für offene Wasserflächen)
  • Gesamt: 3,14 m² × 800 W/m² = ca. 2.500 Watt = 2,5 kW

Und das ist bei Windstille. Bei Wind steigt der Wert auf 3-4 kW oder mehr.

Ihre 3kW-Heizung liefert: 3 kW. Der Verlust durch Verdunstung frisst: 2,5-4 kW.

Sehen Sie das Problem?


Die Bilanz: Warum der Eimer leerläuft

Jetzt setzen wir alle Spieler zusammen. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Hot Tub. Der Deckel ist offen (logisch, Sie wollen ja baden). Draußen sind es 5°C. Ein leichter Wind weht.

Was passiert:

Was kommt rein Was geht raus Netto
+3,0 kW (Heizung) -2,5 kW (Verdunstung) +0,5 kW
-0,4 kW (Transmission)
-0,3 kW (Konvektion)
Total: +3,0 kW Total: -3,2 kW -0,2 kW

Ergebnis: Das Wasser kühlt ab. Trotz laufender Heizung.

Nicht schnell – vielleicht 1-2 Grad pro Stunde. Aber es kühlt ab. Sie sitzen im Tub, die Heizung kämpft, und Sie frieren langsam.

Das ist keine Fehlfunktion. Das ist Physik.


Und was ist mit geschlossenem Deckel?

Ah, hier ändert sich das Spiel komplett.

Ein guter, isolierter Thermodeckel reduziert die Verdunstung um 80-90%. Plötzlich sieht die Bilanz so aus:

Was kommt rein Was geht raus Netto
+3,0 kW (Heizung) -0,3 kW (Verdunstung, reduziert) +2,5 kW
-0,2 kW (Transmission)
Total: +3,0 kW Total: -0,5 kW +2,5 kW

Ergebnis: Das Wasser erwärmt sich. Langsam, aber stetig.

Mit 2,5 kW Netto-Leistung schaffen Sie:

  • Ca. 1,3°C pro Stunde Temperaturanstieg
  • Oder: Temperatur halten über Nacht bei bereits warmem Wasser

Der Deckel ist nicht optional. Er ist der Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern.


Zusammenfassung: Der Eimer mit den Löchern

Hier ist, was Sie sich merken müssen:

Die Heizung (3 kW) ist der Wasserhahn – Sie füllt nach, aber nur mit begrenztem Durchfluss

Die Masse (1.600 Liter) ist träge – Wasser zu erwärmen kostet viel Energie (1,86 kWh pro Grad)

Der Temperaturunterschied (25 Grad) ist der Druck – Je größer, desto schneller läuft der Eimer leer

Die Verdunstung ist das größte Loch – Sie frisst 2,5-4 kW, wenn der Deckel offen ist

Der Deckel ist Ihr Rettungsanker – Er stopft die Löcher und gibt der Heizung eine Chance

Die Elektroheizung verliert nicht, weil sie schwach ist. Sie verliert, weil der Gegner – die Winterkälte – einfach zu stark ist.

Aber – und das ist entscheidend – sie muss diesen Kampf gar nicht gewinnen. Sie ist für etwas anderes gebaut. Und das macht sie richtig gut.

Was genau, das schauen wir uns jetzt an.

 


Was eine 3kW-Elektroheizung wirklich kann – die ehrliche Rechnung

Jetzt wird's konkret. Keine Metaphern mehr, keine theoretischen Eimer. Jetzt rechnen wir durch, was Ihre 3kW-Elektroheizung in der Praxis schafft – und wo sie scheitert.

Als Handwerker wissen Sie: Zahlen lügen nicht. Also schauen wir uns die Zahlen an.


Szenario 1: Winter, Deckel offen – Der aussichtslose Kampf

Die Situation:

  • Außentemperatur: 5°C
  • Wassertemperatur: 30°C (bereits vorgewärmt, z.B. mit Holzofen)
  • Sie wollen baden, Deckel ist offen
  • Wind: leichte Brise (2-3 Beaufort, nichts Extremes)

Was die Heizung leistet:

  • +3,0 kW konstante Heizleistung

Was Sie verlieren:

  • Verdunstung: -2,5 kW (bei Windstille) bis -3,5 kW (bei Wind)
  • Transmission (durch Holzwände/Boden): -0,3 kW
  • Konvektion (Wind über Wasseroberfläche): -0,4 kW
  • Gesamt: -3,2 bis -4,2 kW

Die Bilanz:

+3,0 kW (rein) - 3,2 kW (raus) = -0,2 kW

Ergebnis: Das Wasser kühlt ab. Pro Stunde verlieren Sie ca. 0,1-0,3°C, je nach Wind.

Nach zwei Stunden baden bei 5°C außen:

  • Start: 30°C
  • Ende: 29,4-29,7°C

Das fühlt sich an wie: "Die Heizung bringt nichts."

Und ehrlich gesagt: In diesem Szenario stimmt das auch. Die Heizung kämpft, aber sie verliert. Sie verzögert nur das Abkühlen, stoppt es aber nicht.


Szenario 2: Winter, Deckel zu – Der geduldige Gewinner

Die Situation:

  • Außentemperatur: 5°C
  • Wassertemperatur: 20°C (z.B. nach ein paar Tagen Nichtnutzung)
  • Deckel ist geschlossen (guter Thermodeckel, isoliert)
  • Sie wollen das Wasser über Nacht aufheizen

Was die Heizung leistet:

  • +3,0 kW konstante Heizleistung

Was Sie verlieren:

  • Verdunstung: -0,2 kW (fast null durch Deckel)
  • Transmission: -0,3 kW
  • Gesamt: -0,5 kW

Die Bilanz:

+3,0 kW (rein) - 0,5 kW (raus) = +2,5 kW Netto

Ergebnis: Das Wasser erwärmt sich. Mit 2,5 kW Netto-Leistung schaffen Sie:

Aufheizgeschwindigkeit:

  • 1.600 Liter brauchen 1,86 kWh pro Grad
  • Bei 2,5 kW Netto-Leistung: 1,86 kWh ÷ 2,5 kW = 0,74 Stunden = ca. 45 Minuten pro Grad

Konkret:

  • Von 20°C auf 30°C (10 Grad): ca. 7-8 Stunden
  • Von 25°C auf 35°C (10 Grad): ca. 7-8 Stunden

Das bedeutet: Wenn Sie abends um 22 Uhr die Heizung anmachen (Deckel drauf), haben Sie morgens um 6 Uhr ca. 8-9 Grad mehr. Nicht schnell, aber es funktioniert.

Das fühlt sich an wie: "Langsam, aber stetig. Ich kann damit arbeiten."


Szenario 3: Sommer, Deckel offen – Der entspannte Betrieb

Die Situation:

  • Außentemperatur: 20°C (schöner Sommerabend)
  • Wassertemperatur: 32°C
  • Sie baden, Deckel ist offen
  • Wind: kaum

Was die Heizung leistet:

  • +3,0 kW

Was Sie verlieren:

  • Verdunstung: -0,8 kW (viel geringer, weil Temperaturunterschied nur 12 Grad)
  • Transmission: -0,2 kW
  • Konvektion: -0,2 kW
  • Gesamt: -1,2 kW

Die Bilanz:

+3,0 kW (rein) - 1,2 kW (raus) = +1,8 kW Netto

Ergebnis: Das Wasser erwärmt sich sogar beim Baden. Pro Stunde ca. +1°C.

Das fühlt sich an wie: "Perfekt. Die Heizung macht genau, was sie soll."


Szenario 4: Frostschutz, Deckel zu – Der Bodyguard-Modus

Die Situation:

  • Außentemperatur: -5°C (Frostnacht)
  • Wassertemperatur: 8°C (Sie nutzen den Tub gerade nicht, wollen aber Frostschäden vermeiden)
  • Deckel geschlossen
  • Thermostat auf 10°C eingestellt

Was die Heizung leistet:

  • +3,0 kW (wenn Thermostat aktiv ist)

Was Sie verlieren:

  • Verdunstung: -0,1 kW (quasi null)
  • Transmission: -0,4 kW (größerer Unterschied zur Außentemperatur)
  • Gesamt: -0,5 kW

Die Bilanz:

+3,0 kW (rein) - 0,5 kW (raus) = +2,5 kW Netto

Ergebnis: Die Heizung hält das Wasser problemlos über 0°C. Der Thermostat schaltet nur gelegentlich ein (vielleicht 2-3 Stunden pro Tag bei -5°C außen), der Rest der Zeit ist die Isolierung ausreichend.

Stromverbrauch:

  • Ca. 6-9 kWh pro Tag bei Dauerfrost
  • Bei 0,35 €/kWh: ca. 2-3 € pro Tag
  • Pro Monat: ca. 60-90 € (bei Dauerfrost, worst case)

Das fühlt sich an wie: "Ich bin beruhigt. Der Hot Tub ist sicher, keine Frostschäden."


Die Vergleichstabelle – Alles auf einen Blick

Hier ist die Übersicht, die Sie ausdrucken und an die Gartentür hängen sollten:

Szenario Außen-Temp. Deckel Heizleistung Verlust Netto Ergebnis Praktischer Nutzen
Winter, Baden 5°C Offen +3,0 kW -3,2 kW -0,2 kW Wasser kühlt ab (ca. 0,2°C/h) ❌ Heizung schafft es nicht
Winter, Aufheizen 5°C Zu +3,0 kW -0,5 kW +2,5 kW Wasser erwärmt sich (ca. 1,3°C/h) ✅ Funktioniert, braucht Geduld
Sommer, Baden 20°C Offen +3,0 kW -1,2 kW +1,8 kW Wasser erwärmt sich (ca. 1°C/h) ✅ Heizung hält Temperatur
Frostschutz -5°C Zu +3,0 kW -0,5 kW +2,5 kW Wasser bleibt über 0°C ✅ Perfekt für Frostschutz


Was bedeutet das für Sie?

Lassen Sie uns ehrlich sein: Die 3kW-Elektroheizung ist im Winter KEIN Ersatz für einen Holzofen.

Aber – und das ist wichtig – sie ist auch nicht dafür gebaut.

Hier ist, wofür sie gemacht ist:

Das kann sie GUT:

1. Frostschutz (Hauptaufgabe!)

  • Hält Wasser zuverlässig über 0°C, auch bei -10°C außen
  • Thermostat regelt automatisch, kein Babysitting nötig
  • Verhindert teure Frostschäden an Leitungen, Pumpen, Holz
  • Kosten: Ca. 50-90 €/Monat im Winter (je nach Dämmung und Temperaturen)

2. Temperatur halten (mit geschlossenem Deckel)

  • Nach dem Holzofen-Heizen: Hält 35°C über Nacht
  • Sie heizen Samstag mit Holz auf 38°C → Sonntag morgen immer noch 34-36°C
  • Ideal für "Stand-by-Betrieb" zwischen Badetagen
  • Vorteil: Sie müssen nicht jedes Mal von null aufheizen

3. Sommerbetrieb (April bis September)

  • Bei 15-25°C Außentemperatur reicht sie als EINZIGE Heizquelle
  • Aufheizen dauert 8-12 Stunden (über Nacht), aber es funktioniert
  • Perfekt für spontane Sommerabende
  • Kosten: Ca. 20-40 €/Monat

Das kann sie NICHT:

1. Aufheizen im Winter (von kalt auf warm)

  • Von 10°C auf 38°C bei 5°C außen: Dauert 20+ Stunden oder scheitert
  • Physikalisch am Limit, jeder Windhauch wirft Sie zurück
  • Dafür ist der Holzofen da (20-40 kW Leistung = 10x stärker)

2. Temperatur halten beim Baden (Deckel offen, Winter)

  • Verdunstungskälte frisst die komplette Leistung
  • Wasser kühlt trotz Heizung ab (1-2°C pro Stunde)
  • Sie frieren langsam, die Stromrechnung steigt

3. Große Wassermengen schnell erwärmen

  • 1.600+ Liter sind einfach zu viel Masse für 3 kW
  • Wie mit einem Teelöffel einen Swimmingpool umrühren


Der entscheidende Vergleich: Elektro vs. Holzofen

Damit Sie ein Gefühl für die Dimensionen bekommen:

3kW-Elektroheizung:

  • Leistung: 3.000 Watt
  • Aufheizen 1.600L um 10°C: ca. 7-8 Stunden (mit Deckel, Winter)
  • Kosten pro Aufheizung: ca. 6-7 € (bei 0,35 €/kWh)

Typischer Holzofen (integriert):

  • Leistung: 25-40.000 Watt (ja, wirklich!)
  • Aufheizen 1.600L um 10°C: ca. 1-2 Stunden
  • Kosten pro Aufheizung: ca. 5-8 € (je nach Holzpreis)

Der Holzofen ist nicht "ein bisschen stärker". Er ist 10-15 Mal stärker.

Das ist der Unterschied zwischen einem Handbohrer und einer Schlagbohrmaschine. Beides hat seine Berechtigung, aber für manche Jobs brauchen Sie einfach Power.


Zwischenfazit: Die Elektroheizung ist ein Werkzeug, kein Wunder

Wenn Sie jetzt enttäuscht sind – verstehe ich. Viele Kunden denken beim Kauf: "3 Kilowatt klingt nach viel, das wird schon reichen."

Aber hier ist die Wahrheit:

Die 3kW-Elektroheizung ist nicht zu schwach. Sie ist spezialisiert.

Sie ist der Frostschutz-Bodyguard. Sie ist der Temperatur-Halter. Sie ist die Sommer-Lösung.

Aber sie ist nicht Ihr Winter-Kraftwerk.

Und das ist okay. Denn wenn Sie sie richtig einsetzen – in Kombination mit einem Holzofen oder als Stand-Alone im Sommer – dann macht sie ihren Job perfekt.

Im nächsten Abschnitt zeige ich Ihnen, wie genau das aussieht.

 


Holzofen + Elektroheizung: Wie Sie das Beste aus beiden Welten holen

Jetzt kommt der Teil, auf den Sie gewartet haben: Die Lösung.

Sie haben gesehen, dass die Elektroheizung allein im Winter an ihre Grenzen stößt. Und Sie wissen vermutlich auch: Einen Holzofen den ganzen Winter durchlaufen zu lassen, ist weder praktisch noch wirtschaftlich sinnvoll.

Die Antwort liegt nicht im "Entweder-Oder". Sie liegt im "Sowohl-Als-Auch".

Willkommen bei der Hybrid-Strategie – dem Setup, das über 80% unserer Kunden in Baden-Württemberg und Bayern nutzen.


Das Prinzip: Arbeitsteilung wie auf der Baustelle

Stellen Sie sich vor, Sie renovieren ein Haus. Für manche Jobs nehmen Sie den Vorschlaghammer (schnell, kraftvoll, laut). Für andere die Feile (präzise, geduldig, leise).

Beim Hot Tub ist es genauso:

  • Der Holzofen ist Ihr Vorschlaghammer

    • Bringt rohe Power (25-40 kW)
    • Heizt schnell auf (1-3 Stunden von kalt auf heiß)
    • Macht Spaß, ist ein Erlebnis
    • Braucht Ihre Aufmerksamkeit (Holz nachlegen, Feuer kontrollieren)
  • Die Elektroheizung ist Ihre Feile

    • Arbeitet im Hintergrund (3 kW konstant)
    • Hält die Temperatur über Tage
    • Braucht keine Aufmerksamkeit (Thermostat regelt)
    • Schützt vor Frost, wenn Sie mal zwei Wochen nicht da sind

Das Geheimnis: Sie lassen die beiden nicht gegeneinander arbeiten, sondern nacheinander.


Der Hybrid-Workflow – Schritt für Schritt

So sieht ein typisches Winter-Wochenende mit Hybrid-System aus:


FREITAG, 16:00 Uhr – Der Holzofen übernimmt

Sie kommen von der Arbeit. Der Hot Tub steht bei 12°C (Elektroheizung hat Frostschutz gehalten, aber nicht mehr).

Was Sie tun:

  1. Deckel ab
  2. Holzofen anheizen (Anfeuerholz, dann Scheite nachlegen)
  3. Thermostat der Elektroheizung auf 36°C stellen (läuft parallel mit)

Was passiert:

  • Holzofen liefert 30-40 kW Heizleistung
  • Elektroheizung liefert zusätzlich 3 kW
  • Zusammen: 33-43 kW = absolutes Kraftpaket

Ergebnis nach 2-3 Stunden (ca. 19:00 Uhr):

  • Wassertemperatur: 38°C
  • Holzofen ist durchgeglüht, Feuer geht aus
  • Elektroheizung übernimmt ab jetzt

Sie genießen:

  • 19:00-21:00 Uhr: Baden im 38°C warmen Wasser
  • Das Feuer flackert noch leicht, perfekte Atmosphäre
  • Sternenhimmel, Bier, Entspannung


FREITAG, 21:00 Uhr – Die Elektroheizung übernimmt die Nachtschicht

Sie steigen aus dem Tub. Wassertemperatur: noch 36°C (leicht abgekühlt durchs Baden).

Was Sie tun:

  1. Deckel drauf (WICHTIG!)
  2. Elektroheizung läuft weiter (Thermostat auf 36°C)
  3. Sie gehen ins Bett

Was passiert über Nacht:

  • Außentemperatur sinkt auf 2°C
  • Mit geschlossenem Deckel: Verlust nur ca. 0,5 kW
  • Elektroheizung liefert 3 kW
  • Netto: +2,5 kW = Temperatur bleibt stabil oder steigt leicht

Ergebnis am Samstagmorgen, 8:00 Uhr:

  • Wassertemperatur: 34-36°C
  • Nur 0-2 Grad Verlust über 11 Stunden Nacht
  • Ohne die Elektroheizung: Wäre das Wasser bei 20-25°C (15 Grad Verlust!)


SAMSTAG, 10:00 Uhr – Kurzes Nachheizen reicht

Sie wollen nochmal baden. Wasser ist bei 34°C.

Was Sie tun:

  1. Kurz Holzofen anheizen (30-45 Minuten)
  2. Von 34°C auf 38°C = nur 4 Grad Differenz
  3. Fertig.

Ergebnis:

  • Minimaler Holzverbrauch (vielleicht 3-4 Scheite)
  • Schnelles Aufheizen (statt 2-3 Stunden nur 30-45 Minuten)
  • Sie haben mehr Zeit zum Baden, weniger zum Heizen


SONNTAG & MONTAG – Elektroheizung im Solo-Modus

Sie nutzen den Tub nicht mehr übers Wochenende. Aber nächstes Wochenende wollen Sie wieder.

Was Sie tun:

  1. Thermostat auf 10°C stellen (Frostschutz-Modus)
  2. Deckel zu
  3. Fertig.

Was passiert:

  • Elektroheizung hält Wasser bei 10°C
  • Schaltet nur ein, wenn Temperatur unter 9°C sinkt
  • Stromverbrauch: ca. 5-8 kWh/Tag = 1,50-2,50 €/Tag
  • Kein Frost, kein Stress, kein Schaden

Ergebnis nächsten Freitag:

  • Wasser ist bei 10°C (statt eingefroren)
  • Sie heizen wieder mit Holz auf → Zyklus beginnt von vorn


Die Kosten – Ehrlich durchgerechnet

Jetzt kommt die Frage, die jeder Handwerker stellt: "Was kostet mich das?"

Hier ist die komplette Rechnung für einen Winter-Monat (Dezember, Januar, Februar) mit 2x Baden pro Woche:


Holzverbrauch:

Pro Aufheiz-Session (Freitag, von 12°C auf 38°C):

  • Brenndauer: ca. 2,5 Stunden
  • Holzmenge: ca. 15-20 kg Buchenholz (gut getrocknet)
  • Kosten: ca. 5-7 € (bei 30-35 Cent/kg Holz, regional BaWü/Bayern)

Pro Nachheiz-Session (Samstag, von 34°C auf 38°C):

  • Brenndauer: ca. 30-45 Minuten
  • Holzmenge: ca. 5-8 kg
  • Kosten: ca. 2-3 €

Pro Woche:

  • 1x Hauptaufheizen + 1x Nachheizen = ca. 7-10 €

Pro Monat (4 Wochen):

  • 28-40 € für Holz


Stromverbrauch Elektroheizung:

Frostschutz-Betrieb (5 Tage/Woche, wenn nicht genutzt):

  • Ca. 6-8 kWh/Tag bei 0°C außen
  • 5 Tage × 7 kWh = 35 kWh/Woche
  • Kosten: 35 kWh × 0,35 €/kWh = 12,25 €/Woche

Temperatur halten (2 Nächte/Woche nach Baden):

  • Ca. 10-12 kWh/Nacht (hält 35°C bei geschlossenem Deckel)
  • 2 Nächte × 11 kWh = 22 kWh/Woche
  • Kosten: 22 kWh × 0,35 €/kWh = 7,70 €/Woche

Gesamt Strom pro Woche:

  • 12,25 € + 7,70 € = ca. 20 €

Pro Monat (4 Wochen):

  • 80 € für Strom


Gesamtkosten pro Monat:

Kostenart Pro Monat
Holz 30-40 €
Strom (Elektroheizung) 80 €
GESAMT 110-120 €

Pro Badesession:

  • 8 Sessions/Monat (2x pro Woche)
  • 110 € ÷ 8 = ca. 14 € pro Baden


Der Vergleich: Was kostet die Alternative?

Damit Sie einordnen können, ob das viel oder wenig ist:

Nur Holzofen (ohne Elektro):

  • Sie müssen vor jedem Baden von 5-10°C auf 38°C aufheizen
  • Dauer: 3-4 Stunden jedes Mal
  • Holzverbrauch: ca. 25-30 kg pro Session
  • Kosten: ca. 8-10 € pro Baden
  • Pro Monat: ca. 65-80 € (nur Holz)

Klingt günstiger? Moment:

  • Sie haben keinen Frostschutz (Risiko für Schäden)
  • Jede Session dauert 3-4 Stunden Aufheizen (nicht 30 Minuten)
  • Sie können nicht spontan baden

Nur Elektroheizung (ohne Holz):

  • Im Winter funktioniert Aufheizen kaum
  • Sie sitzen im lauwarmen Wasser und frieren
  • Nicht praktikabel.

Thermalbad/Therme zum Vergleich:

  • Eintritt: ca. 15-25 € pro Person
  • Für 2 Personen: 30-50 € pro Besuch
  • Pro Monat (8 Besuche): 240-400 €

Das Hybrid-System kostet Sie 110-120 €/Monat und Sie haben den Hot Tub zu Hause, jederzeit verfügbar, privat.


Die 5 größten Vorteile der Hybrid-Strategie

Lassen Sie mich zusammenfassen, warum dieses Setup so clever ist:


1. Zeit sparen

  • Nur mit Holz: 3-4 Stunden Aufheizen jedes Mal
  • Mit Hybrid: 30-45 Minuten Nachheizen reicht (weil Elektro warm gehalten hat)
  • Sie gewinnen: 2-3 Stunden Lebenszeit pro Wochenende

2. Holz sparen

  • Nur mit Holz: 25-30 kg pro Session
  • Mit Hybrid: 15-20 kg beim Hauptaufheizen + 5-8 kg beim Nachheizen
  • Sie sparen: ca. 30-40% Holz über den Winter

3. Frostschutz inklusive

  • Elektroheizung arbeitet 24/7 im Hintergrund
  • Kein Risiko für eingefrorene Leitungen, gerissenes Holz, defekte Pumpen
  • Sie schlafen ruhig, auch wenn Sie zwei Wochen im Urlaub sind

4. Flexibilität

  • Spontan baden? Wasser ist schon bei 30-35°C (dank Elektro)
  • Zu faul zum Holz machen? Im Sommer/Übergang reicht Elektro allein
  • Sie sind nicht abhängig von einem System

5. Optimale Kosten-Nutzen-Balance

  • 110-120 €/Monat für 8+ Badesessions
  • Weniger als ein Thermen-Besuch pro Person
  • Ihr eigenes Wellness-Retreat, jederzeit verfügbar


Häufige Fragen zur Hybrid-Strategie

F: "Kann ich die Elektroheizung auch ausschalten, wenn ich nur mit Holz heize?"

A: Ja, können Sie. Aber warum sollten Sie? Die paar Euro Strom über Nacht zu sparen (ca. 3-4 €), kostet Sie am nächsten Tag 10-15 kg Holz extra zum Aufheizen (= 3-5 € Holzkosten). Unterm Strich sparen Sie nichts, verlieren aber Zeit.

Meine Empfehlung: Lassen Sie die Elektroheizung über Nacht laufen (mit Deckel!). Sie holen die Kosten durch weniger Holzverbrauch wieder rein.

 

F: "Was, wenn ich 3-4 Wochen im Urlaub bin?"

A: Perfekter Use-Case für die Elektroheizung:

  1. Thermostat auf 8-10°C stellen
  2. Deckel zu
  3. Abfahren

Die Heizung hält Frostschutz für ca. 2-3 €/Tag. Sie kommen zurück, alles intakt, kurz aufheizen mit Holz, fertig.

Ohne Elektroheizung müssten Sie:

  • Den Tub komplett entleeren (Arbeit + Wasserkosten beim Neubefüllen)
  • Oder jemanden bitten, regelmäßig Holz nachzulegen (unrealistisch)

 

F: "Lohnt sich eine stärkere Elektroheizung (6 kW statt 3 kW)?"

A: Im Winter: Kaum Unterschied beim Baden (Verdunstung bleibt der Killer). Aber beim Aufheizen mit geschlossenem Deckel halbiert sich die Zeit (4 Stunden statt 8 Stunden).

Im Sommer: Definitiv besser, wenn Sie nur mit Elektro aufheizen wollen.

Wichtig: 6 kW = 26 Ampere. Braucht eigene Stromleitung und Sicherung. Prüfen Sie vorher Ihre Elektroinstallation (oder lassen Sie prüfen).

Meine Meinung: Wenn Sie eh mit Holz aufheizen (Hybrid), reichen 3 kW völlig. Wenn Sie die Elektro auch mal solo nutzen wollen (Sommer), sind 6 kW besser.

 

F: "Kann ich die Elektroheizung nachrüsten, wenn ich jetzt nur Holzofen habe?"

A: Ja, bei den meisten Hot Tubs. Sie brauchen:

  • Elektrischen Anschluss (230V oder 400V, je nach Heizung)
  • Eventuell eine Pumpe (falls noch nicht vorhanden)
  • Thermostat

Viele Hersteller bieten Nachrüst-Sets. Ich berate Sie gern, ob Ihr Modell kompatibel ist.


Fazit: Die Hybrid-Strategie ist der Goldstandard

Hier ist die Wahrheit: Weder Holz allein noch Elektro allein sind im Winter optimal.

  • Nur Holz: Funktioniert, aber Sie verschwenden Zeit und Holz beim ständigen Aufheizen.
  • Nur Elektro: Funktioniert nicht (im Winter zu schwach zum Aufheizen).

Aber zusammen? Zusammen sind sie unschlagbar.

Der Holzofen bringt die Power und das Erlebnis. Die Elektroheizung bringt die Effizienz und Sicherheit.

Das ist wie ein gutes Handwerker-Team:

  • Der eine macht die Grobarbeiten (schnell, kraftvoll)
  • Der andere die Feinarbeiten (präzise, zuverlässig)
  • Zusammen schaffen sie in der Hälfte der Zeit doppelt so viel

Und genau deshalb nutzen über 80% unserer Kunden in Baden-Württemberg und Bayern dieses Setup.

Es funktioniert. Es spart Zeit. Es spart Nerven. Und es kostet Sie weniger, als Sie denken.

 


Die 5 häufigsten Fragen zur Elektroheizung – ehrlich beantwortet

Sie haben jetzt die Physik verstanden, die Zahlen gesehen und die Hybrid-Strategie kennengelernt. Aber ich kenne meine Kunden – und ich weiß, welche Fragen jetzt noch in Ihrem Kopf kreisen.

Hier sind die fünf Fragen, die mir jedes Jahr zwischen November und März am häufigsten gestellt werden. Mit ehrlichen, ungeschönten Antworten.


Frage 1: "Kann ich die Elektroheizung auch im Sommer komplett allein nutzen?"

Kurze Antwort: Ja, absolut. Und zwar richtig gut.

Die Details:

Im Sommer (April bis September) ist die 3kW-Elektroheizung eine völlig ausreichende Lösung – ohne Holzofen.

Warum das funktioniert:

Bei 15-25°C Außentemperatur ist der Wärmeverlust dramatisch geringer als im Winter:

  • Verdunstung: nur ca. 0,5-1 kW (statt 2,5-4 kW)
  • Transmission: nur ca. 0,2 kW (kleiner Temperaturunterschied)
  • Gesamt-Verlust: ca. 0,7-1,2 kW

Mit 3 kW Heizleistung bleiben Ihnen netto 1,8-2,3 kW zum Aufheizen.

Was das bedeutet:

Von Kaltwasser (15°C) auf Badetemperatur (38°C):

  • Temperaturanstieg: 23 Grad
  • Benötigte Energie: 23 × 1,86 kWh = ca. 43 kWh
  • Bei 2 kW Netto-Leistung: ca. 20-22 Stunden (mit Deckel!)

Praktisch heißt das:

  • Freitag, 18 Uhr: Heizung an, Deckel drauf
  • Samstag, 16 Uhr: Wasser ist bei 38°C, fertig zum Baden

Meine Empfehlung für den Sommer:

  1. Halten Sie das Wasser konstant bei 30-32°C (Thermostat)
  2. Kosten: ca. 20-30 €/Monat (je nach Nutzung)
  3. Wenn Sie baden wollen: Kurz auf 38°C hochheizen (3-4 Stunden)
  4. Kein Holz machen, kein Rauch, kein Aufwand

Das sagen unsere Kunden aus dem Raum Stuttgart:

"Von Mai bis September nutze ich nur noch die Elektroheizung. Ich stelle sie dienstags an, und freitags nach der Arbeit ist der Tub perfekt. Kein Holz schleppen, keine Asche. Einfach rein und genießen." – Michael K., Malermeister aus Ludwigsburg

Kosten im Sommer-Dauerbetrieb:

  • Wasser konstant bei 32°C halten: ca. 3-5 kWh/Tag
  • Pro Monat: ca. 90-150 kWh = 30-50 €
  • Viel günstiger als Holz (kein Transport, keine Lagerung, kein Aufwand)


Frage 2: "Lohnt sich eine 6kW-Heizung statt 3kW?"

Kurze Antwort: Kommt drauf an. Im Winter kaum Unterschied, im Sommer ein Game-Changer.

Die Details:

Im Winter (Deckel offen beim Baden):

Erinnern Sie sich an die Verdunstung? Die frisst 2,5-4 kW. Eine 6kW-Heizung würde also:

  • Liefern: +6 kW
  • Verlieren: -3,2 kW (Verdunstung + Transmission + Konvektion)
  • Netto: +2,8 kW (statt -0,2 kW bei 3 kW)

Ergebnis: Das Wasser kühlt nicht mehr ab beim Baden, sondern erwärmt sich sogar leicht (ca. +1,5°C pro Stunde).

Das ist besser, aber:

  • Sie baden meist 1-2 Stunden (1,5-3°C Anstieg = nice to have, aber nicht lebensnotwendig)
  • Der Holzofen heizt Sie eh auf 38°C auf
  • Für das Winter-Baden bringt 6 kW einen Komfort-Gewinn, aber keinen echten Mehrwert

 

Im Winter (Deckel zu, Aufheizen):

Hier wird's interessant. Mit geschlossenem Deckel (Verlust nur 0,5 kW):

  • 3 kW Heizung: Netto 2,5 kW = ca. 1,3°C/Stunde
  • 6 kW Heizung: Netto 5,5 kW = ca. 3°C/Stunde

Das heißt:

  • Von 20°C auf 38°C (18 Grad):
    • Mit 3 kW: ca. 14 Stunden
    • Mit 6 kW: ca. 6 Stunden

Mehr als doppelt so schnell!

 

Im Sommer (Alleinbetrieb):

Hier ist die 6kW-Heizung ein echter Vorteil:

  • Von 15°C auf 38°C:
    • Mit 3 kW: 20-22 Stunden
    • Mit 6 kW: 10-12 Stunden

Das bedeutet:

  • Morgens anschalten → Abends baden (statt einen Tag warten)
  • Spontane Sessions möglich
  • Weniger Planung nötig

 

Aber: Die Haken bei 6 kW

  1. Stromanschluss:

    • 6 kW = 26 Ampere (bei 230V) oder 9 Ampere (bei 400V Drehstrom)
    • Braucht eigene, abgesicherte Leitung
    • Nicht in jedem Garten ohne Weiteres machbar
    • Installationskosten: ca. 300-800 € (je nach Entfernung zum Verteilerkasten)
  2. Anschaffungskosten:

    • 6kW-Heizung: ca. 800-1.200 € (Gerät)
    • 3kW-Heizung: ca. 400-600 € (Gerät)
    • Unterschied: 400-600 €
  3. Stromkosten:

    • Doppelte Leistung = doppelter Verbrauch (beim Aufheizen)
    • Aber: Heizt schneller auf = insgesamt ähnliche Gesamtkosten
    • Unterm Strich: Kaum teurer, wenn richtig genutzt

 

Meine Empfehlung:

6 kW lohnt sich, wenn:

  • ✅ Sie den Hot Tub oft im Sommer nutzen (nur mit Elektro)
  • ✅ Sie spontan baden wollen (nicht 24h vorher planen)
  • ✅ Die Elektroinstallation vorhanden ist (400V Drehstrom im Garten)
  • ✅ Sie bereit sind, 400-600 € mehr zu investieren

3 kW reicht völlig, wenn:

  • ✅ Sie primär die Hybrid-Strategie nutzen (Holz + Elektro)
  • ✅ Frostschutz und Temperatur-Halten Ihre Hauptziele sind
  • ✅ Sie im Sommer mit 20 Stunden Vorlauf leben können
  • ✅ Sie Kosten sparen wollen

Für 80% der Kunden reichen 3 kW. Für Power-User sind 6 kW ein Upgrade, das sich lohnt.


Frage 3: "Wie viel Strom kostet der Dauerbetrieb wirklich?"

Kurze Antwort: Zwischen 50 und 120 € pro Monat, je nach Nutzung und Außentemperatur.

Die Details (mit konkreten Szenarien):

 

Szenario A: Winter-Frostschutz (Dezember-Februar, nicht genutzt)

Sie sind im Winterurlaub, der Tub steht drei Wochen ungenutzt. Thermostat auf 10°C.

Außentemperatur: Durchschnitt 0°C (Nächte -5°C, Tage +3°C)

Stromverbrauch pro Tag:

  • Heizung läuft ca. 6-8 Stunden/Tag (Thermostat schaltet ein/aus)
  • 7 Stunden × 3 kW = 21 kWh/Tag

Kosten:

  • 21 kWh × 0,35 €/kWh = 7,35 €/Tag
  • Pro Monat: ca. 220 €

Aber Achtung: Das ist Dauerfrost (0°C Durchschnitt). Bei milderen Wintern (5-10°C Durchschnitt) sinkt der Verbrauch drastisch:

  • Bei 5°C außen: ca. 4-5 Stunden Laufzeit/Tag = 12-15 kWh/Tag = 4-5 €/Tag = 120-150 €/Monat

 

Szenario B: Winter-Hybrid-Betrieb (2x Baden/Woche + Frostschutz dazwischen)

Das ist das Setup aus Block 3:

  • Freitag/Samstag: Wasser bei 35°C halten (nach Holzofen)
  • Sonntag-Donnerstag: Frostschutz bei 10°C

Stromverbrauch:

  • 2 Tage Temperatur halten (35°C): ca. 12 kWh/Tag × 2 = 24 kWh
  • 5 Tage Frostschutz (10°C): ca. 7 kWh/Tag × 5 = 35 kWh
  • Pro Woche: 59 kWh
  • Pro Monat: ca. 240 kWh

Kosten:

  • 240 kWh × 0,35 €/kWh = 84 €/Monat

 

Szenario C: Sommer-Dauerbetrieb (Mai-September, konstant 32°C)

Sie halten das Wasser den ganzen Sommer bei 32°C, baden 3-4x/Woche.

Außentemperatur: Durchschnitt 20°C

Stromverbrauch pro Tag:

  • Verlust bei 32°C Wasser / 20°C außen: ca. 0,3-0,5 kW
  • Heizung läuft ca. 2-4 Stunden/Tag
  • 3 Stunden × 3 kW = 9 kWh/Tag

Kosten:

  • 9 kWh × 0,35 €/kWh = 3,15 €/Tag
  • Pro Monat: ca. 95 €

 

Die Übersichtstabelle:

Nutzungsszenario Strom/Tag Kosten/Tag Kosten/Monat
Winter-Frostschutz (0°C außen, nicht genutzt) 21 kWh 7,35 € 220 €
Winter-Frostschutz (5°C außen, nicht genutzt) 12 kWh 4,20 € 125 €
Winter-Hybrid (2x Baden/Woche + Frost) 8-9 kWh 2,80-3,15 € 85-95 €
Sommer-Dauerbetrieb (32°C halten) 9 kWh 3,15 € 95 €
Sommer-Gelegentlich (nur vor Baden aufheizen) 3-4 kWh 1,05-1,40 € 30-40 €

 

Meine Empfehlung, um Kosten zu senken:

  1. Nutzen Sie einen Thermostat mit Zeitschaltuhr

    • Heizen Sie nur nachts auf (Nachtstrom oft günstiger, ca. 0,22-0,28 €/kWh)
    • Einsparung: bis zu 30%
  2. Senken Sie die Solltemperatur, wenn Sie nicht baden

    • Statt 35°C auf 25°C zwischen den Badetagen
    • Einsparung: ca. 20-30 €/Monat
  3. Investieren Sie in einen Top-Thermodeckel

    • Gute Isolierung (6-8 cm Schaum) reduziert Verlust um 90%
    • Kosten: 300-500 €, amortisiert sich in 6-12 Monaten
  4. Im Sommer: Nutzen Sie Solarabdeckung tagsüber

    • Die Sonne heizt kostenlos mit (3-5°C Gewinn an sonnigen Tagen)
    • Elektro muss weniger arbeiten


Frage 4: "Kann ich die Elektroheizung nachträglich einbauen?"

Kurze Antwort: Ja, bei den meisten Hot Tubs. Aber es gibt ein paar Voraussetzungen.

Die Details:

Was Sie brauchen:

  1. Elektrischen Anschluss im Garten

    • 230V (16A Absicherung) für 3kW-Heizung
    • Oder 400V Drehstrom (16A) für 6kW-Heizung
    • Wichtig: Der Anschluss muss wetterfest, geerdet und mit FI-Schutzschalter abgesichert sein
    • Kosten, wenn noch nicht vorhanden: 400-1.200 € (je nach Entfernung zum Haus)
  2. Eine Umwälzpumpe

    • Die Heizung braucht Wasserbewegung (sonst heizt sie nur eine kleine Stelle)
    • Viele Hot Tubs haben bereits Massagepumpen → kann genutzt werden
    • Wenn nicht: Kleine Umwälzpumpe kostet ca. 150-300 €
  3. Anschlüsse am Hot Tub

    • Zwei Öffnungen (Einlass + Auslass) für die Heizung/Pumpe
    • Bei Holz-Hot-Tubs: Meist vorhanden (auch wenn nicht genutzt)
    • Notfalls: Können nachträglich gebohrt werden

 

Der Nachrüst-Prozess:

Option 1: Komplettset vom Hersteller

  • Viele Hersteller bieten Nachrüst-Kits
  • Enthalten: Heizung, Pumpe, Thermostat, Anschlüsse
  • Kosten: 800-1.500 € (je nach Leistung)
  • Installation: 2-4 Stunden (kann selbst gemacht werden, wenn handwerklich geschickt)

Option 2: Einzelkomponenten

  • Heizung: 400-1.200 €
  • Pumpe (falls nötig): 150-300 €
  • Thermostat: 50-150 €
  • Schläuche, Anschlüsse: 100-200 €
  • Gesamt: 700-1.850 €

 

Was Sie selbst machen können (als Handwerker):

Heizung und Pumpe anschließen (mechanisch)

  • Schläuche montieren, Dichtungen prüfen
  • Pumpe installieren
  • Thermostat anbringen

Elektroinstallation im Garten (braucht Fachmann)

  • Zuleitung vom Haus zum Tub
  • FI-Schutzschalter, Erdung
  • Aus Sicherheitsgründen: Elektriker beauftragen

⚠️ Inbetriebnahme

  • System entlüften (Luft in Pumpe/Heizung = Defekt)
  • Dichtheitsprüfung
  • Probelauf

Zeitaufwand gesamt: 1 Tag (mit Elektriker), davon ca. 4 Stunden Eigenleistung

 

Meine Empfehlung:

Wenn Sie einen Hot Tub nur mit Holzofen haben und jetzt nachträglich Elektro nachrüsten wollen:

  1. Prüfen Sie, ob Ihr Modell kompatibel ist (Anschlüsse vorhanden?)
  2. Holen Sie ein Angebot vom Hersteller (Komplettset ist oft günstiger als Einzelteile)
  3. Lassen Sie die Elektrik vom Fachmann machen (Sicherheit geht vor)
  4. Montieren Sie Heizung/Pumpe selbst (spart 300-500 € Montagekosten)

Ich berate Sie gern kostenlos, ob Ihr Tub nachrüstbar ist. Einfach anrufen oder Fotos per E-Mail schicken.


Frage 5: "Ersetzt die Elektroheizung den Holzofen komplett?"

Kurze Antwort: Im Sommer ja, im Winter nein.

Die lange, ehrliche Antwort:

Im Sommer (April-September):

Ja, die Elektroheizung kann den Holzofen vollständig ersetzen:

  • Aufheizen dauert 10-20 Stunden (mit Deckel, von kalt)
  • Temperatur halten kostet 30-50 €/Monat
  • Kein Rauch, keine Asche, kein Holz schleppen
  • Perfekt für entspannte Sommerabende

Viele unserer Kunden nutzen den Holzofen von Oktober bis März, und die Elektroheizung von April bis September. Best of both worlds.

 

Im Winter (Oktober-März):

Nein, die Elektroheizung kann den Holzofen nicht ersetzen:

Warum nicht:

  • Aufheizen von kalt (10°C) auf warm (38°C) dauert 15-20 Stunden
  • Beim Baden (Deckel offen) verlieren Sie Temperatur trotz Heizung
  • Sie sitzen im lauwarmen Wasser, frieren, und zahlen Strom

Aber: Die Elektroheizung ist der perfekte Co-Pilot zum Holzofen:

  • Holzofen heizt auf (schnell, kraftvoll, Erlebnis)
  • Elektroheizung hält warm (über Nacht, über Tage)
  • Zusammen: Minimaler Aufwand, maximaler Komfort

 

Die emotionale Komponente (die oft vergessen wird):

Der Holzofen ist nicht nur eine Heizung. Er ist Teil des Erlebnisses:

  • Das Feuer knistert
  • Der Rauch steigt auf
  • Sie riechen das Holz
  • Sie fühlen die Wärme direkt aus der Flamme

Das ist Wellness. Das ist Natur. Das ist, wofür Sie sich den Hot Tub gekauft haben.

Die Elektroheizung kann viel – aber sie kann das nicht.

 

Was unsere Kunden sagen:

"Im Sommer nutze ich nur noch Elektro – einfach, sauber, bequem. Aber im Winter? Da will ich das Feuer sehen, das Holz riechen, die Flammen im Ofen. Das gehört einfach dazu." – Thomas B., Schreinermeister aus Ravensburg

 

Meine Empfehlung:

Wenn Sie überlegen, ob Sie Holzofen oder Elektroheizung brauchen:

Kaufen Sie beides.

Das klingt nach mehr Geld, aber rechnen Sie mal:

  • Nur Holzofen: Sie heizen jedes Mal 3-4 Stunden auf, verschwenden Holz, haben keinen Frostschutz
  • Nur Elektro (Winter): Funktioniert nicht zufriedenstellend
  • Beides (Hybrid): Bestes Nutzererlebnis, geringste Kosten pro Session, maximale Flexibilität

Die 800-1.500 € Mehrkosten für die Elektroheizung holen Sie rein durch:

  • Weniger Holzverbrauch (30-40% Einsparung)
  • Weniger Zeitaufwand (10+ Stunden pro Monat gespart)
  • Keine Frostschäden (Reparatur kostet 500-2.000 €)

Amortisation: 12-18 Monate. Danach sparen Sie Geld.


Zusammenfassung FAQ-Block

Hier ist, was Sie sich merken sollten:

Sommer-Alleinbetrieb: Elektroheizung funktioniert perfekt (20 Stunden Vorlauf)

6 kW vs. 3 kW: 6 kW lohnt sich für Power-User und Sommer-Fans, 3 kW reicht für Hybrid

Stromkosten: 85-120 €/Monat im Winter (Hybrid), 30-50 €/Monat im Sommer

Nachrüsten: Möglich bei den meisten Modellen, Elektriker für Stromanschluss nötig

Holzofen ersetzen: Im Sommer ja, im Winter nein – aber perfekter Co-Pilot

Die Elektroheizung ist kein Alleskönner. Aber für das, wofür sie gebaut ist, macht sie ihren Job perfekt.

 

Fazit: Die 3kW-Elektroheizung kann viel – wenn Sie wissen, was

Wir haben einen weiten Weg zurückgelegt. Von der frustrierenden Szene am Freitagabend (28°C statt 38°C) bis zur Hybrid-Strategie, die tatsächlich funktioniert.

Lassen Sie mich zusammenfassen, was Sie jetzt wissen – und was die meisten Hot-Tub-Besitzer nicht wissen:

Was Sie jetzt verstehen (und andere nicht)

1. Die Physik lügt nicht

Eine 3kW-Elektroheizung ist nicht "zu schwach". Sie kämpft im Winter gegen einen übermächtigen Gegner:

  • Verdunstung frisst 2,5-4 kW (bei offenem Deckel)
  • Die Heizung liefert 3 kW
  • Simple Mathematik: Sie kann nicht gewinnen

Aber mit geschlossenem Deckel dreht sich das Spiel:

  • Verlust sinkt auf 0,5 kW
  • Heizung liefert 3 kW
  • Netto: +2,5 kW = Das Wasser erwärmt sich

Der Deckel ist nicht optional. Er ist der Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern.

 

2. Die Elektroheizung ist kein Heizkraftwerk – sie ist ein Spezialist

Sie ist gebaut für drei Jobs – und die macht sie perfekt:

Frostschutz (Hauptaufgabe)

  • Hält Wasser zuverlässig über 0°C
  • Schützt vor teuren Frostschäden (500-2.000 €)
  • Kostet 2-7 €/Tag je nach Kälte

Temperatur halten (nach dem Holzofen)

  • 38°C am Samstag → 34-36°C am Sonntag (mit Deckel)
  • Spart 70% Holz beim Nachheizen
  • Spart 2-3 Stunden Zeit pro Wochenende

Sommer-Alleinbetrieb (April-September)

  • Heizt allein auf (braucht 10-20 Stunden Vorlauf)
  • Kostet 30-50 €/Monat
  • Kein Rauch, keine Asche, keine Arbeit

Was sie NICHT kann: ❌ Im Winter von kalt auf heiß aufheizen (zu schwach) ❌ Beim Baden die Temperatur halten (Verdunstung ist stärker) ❌ Das Feuer-Erlebnis ersetzen (das ist emotional, nicht rational)

 

3. Die Hybrid-Strategie ist der Goldstandard

Über 80% unserer Kunden in Baden-Württemberg und Bayern nutzen dieses Setup:

Winter:

  • Holzofen heizt auf (2-3 Stunden, 38°C erreicht)
  • Elektroheizung hält warm (über Nacht, über Tage)
  • Ergebnis: Minimaler Aufwand, maximaler Komfort, 110-120 €/Monat

Sommer:

  • Elektroheizung übernimmt komplett
  • Holzofen bleibt aus
  • Ergebnis: Sauber, bequem, 30-50 €/Monat

Das ist nicht Kompromiss. Das ist Synergie.

Die drei möglichen Wege für Sie

Jetzt stehen Sie an einem Punkt. Sie haben die Fakten. Sie kennen die Zahlen. Sie verstehen die Physik.

Welcher dieser drei Typen sind Sie?

Typ 1: Der Purist – "Ich will nur Holz, das echte Erlebnis"

Das passt zu Ihnen, wenn:

  • Sie das Feuer, den Rauch, das Ritual lieben
  • Sie Zeit haben (3-4 Stunden Aufheizen pro Session)
  • Sie im Sommer nicht oder selten baden
  • Sie Holz günstig bekommen (eigener Wald oder Kontakte)

Meine Empfehlung: Bleiben Sie beim Holzofen allein. Aber: Besorgen Sie sich für den Winter eine kleine Frostwächter-Heizung (500W reicht), wenn der Tub mal 2-3 Wochen nicht genutzt wird. Kostet 150-300 €, verhindert teure Frostschäden.

Für Sie ist die 3kW-Elektroheizung: Nice to have, aber nicht nötig.

Typ 2: Der Pragmatiker – "Ich will beides, aber clever kombiniert"

Das passt zu Ihnen, wenn:

  • Sie 2-4x pro Monat baden (Winter wie Sommer)
  • Sie Zeit sparen wollen (nicht jedes Mal 3 Stunden aufheizen)
  • Sie Flexibilität schätzen (Holz im Winter, Elektro im Sommer)
  • Sie bereit sind, 1.000-1.500 € in ein Komplettset zu investieren

Meine Empfehlung: Hybrid-System aus Block 3. Holzofen für die Power, Elektroheizung für die Effizienz. Das ist das Setup, das ich selbst nutze – und das ich 8 von 10 Kunden empfehle.

Kosten gesamt: 110-120 €/Monat (Winter), 30-50 €/Monat (Sommer) Amortisation: 12-18 Monate (durch Holzeinsparung + Zeitersparnis)

Für Sie ist die 3kW-Elektroheizung: Ein Muss. Sie verdoppelt Ihren Nutzungskomfort.

Typ 3: Der Sommergenießer – "Ich will's unkompliziert, hauptsächlich im Sommer"

Das passt zu Ihnen, wenn:

  • Sie primär von April bis September baden
  • Sie kein Holz schleppen/lagern wollen
  • Sie spontan entscheiden möchten (kein Planen 3 Tage vorher)
  • Sie im Winter nur gelegentlich baden (dann mit Holz)

Meine Empfehlung: Setzen Sie auf eine 6kW-Elektroheizung (nicht 3 kW!). Die halbiert die Aufheizzeit im Sommer (10-12 Stunden statt 20), und Sie können abends entscheiden: "Morgen Abend will ich baden."

Kosten gesamt: 40-60 €/Monat (Sommer-Dauerbetrieb bei 32°C) Vorteil: Kein Rauch (Nachbarn freuen sich), keine Arbeit, jederzeit bereit

Für Sie ist die Elektroheizung: Die Hauptheizung. 6 kW sind Ihr Sweet Spot.

 

Noch unsicher? Hier ist mein Angebot an Sie.

Ich weiß: 1.500-5.000 € für einen Hot Tub (oder ein Nachrüst-Set) ist eine Investition. Und Sie wollen sichergehen, dass Sie das Richtige kaufen.

Deshalb biete ich Ihnen Folgendes an:

 

➡️ Kostenlose Hot Tub Beratung buchen

 


💬 Was unsere Kunden sagen:

"Ich hatte zwei Jahre lang nur den Holzofen. Jedes Wochenende 3 Stunden aufheizen, und unter der Woche stand der Tub kalt da. Seit ich die Elektroheizung nachgerüstet habe, ist alles anders: Freitag kurz mit Holz aufheizen, Samstag/Sonntag ist's immer noch warm. Und im Sommer nutze ich nur noch Elektro. Beste Investition ever." – Michael K., Malermeister aus Ludwigsburg

"Jens hat mir ehrlich gesagt: 'Für Ihre Nutzung (nur Sommer, 1-2x Monat) reicht eine 6kW-Elektro, Holzofen brauchen Sie nicht.' Er hätte mir auch das teure Hybrid-Modell verkaufen können. Aber er hat ehrlich beraten – und dafür bin ich dankbar. Seitdem empfehle ich ihn jedem weiter." – Sabine T., Zahnärztin aus Ravensburg

"Die Physik-Erklärung in diesem Artikel hat mir die Augen geöffnet. Ich dachte immer, meine Heizung wäre kaputt. Aber nein – sie macht genau das, wofür sie gebaut ist: Frostschutz und Temperatur halten. Jetzt nutze ich sie richtig, und es funktioniert perfekt." – Thomas B., Schreinermeister aus Freiburg